Geschlechterungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt: Eine soziologische Perspektive (NAC)
- Ort:
- T 3.025
- Rhythmus:
- Blockveranstaltung
- Termine für nicht wöchentliche Veranstaltungen:
- Freitag, 27.03.2026: 14:00-18:00 Freitag, 24.04.2026: 14:00 - 18:00 Samstag, 25.04.2026: 9:00 - 18:00 Samstag, 13.06.2026: 9:00 - 18:00
- Lehrende:
- Düval, Dr. Sabine
- Fachgebiet:
- Soziologie
- Hauptthemengebiet:
- Gesellschaft und Politik
- Zertifikat:
- Hochschulzertifikat Nachhaltiges Denken, verantwortliches Handeln
- Kompetenzprofil:
- Nachhaltig
- Art der Veranstaltung:
- Seminar
- Prüfung:
- Modularbeit
- Thematik:
- In Deutschland und anderen Ländern bestehen immer noch ausgeprägte Geschlechterungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt. Das prominenteste Beispiel ist der „Gender Wage Gap“ (auch „Gender Pay Gap“ genannt): Frauen verdienen im Mittel geringere Stundenlöhne als Männer. Ungleichheiten bestehen aber beispielsweise auch bei der Vertretung in Führungspositionen. Das Seminar diskutiert ausgehend von einer Bestandsaufnahme mögliche ursächliche Mechanismen und ihre empirische Prüfung. Inwieweit gehen Ungleichheiten z.B. auf Unterschiede bei Qualifikationen oder anderen entlohnungsrelevanten Merkmalen zurück? Welche Relevanz haben die mit solchen Merkmalen ggf. signalisierten Karriereambitionen? Welche Bedeutung hat eine mögliche Ungleichbehandlung („Diskriminierung“) trotz gleicher Produktivität? Und welche Rolle spielen Eingriffe in den Arbeitsmarkt, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene (Mindest-)Löhne, Quoten oder Mentoring-Programme? In den Seminarsitzungen werden gängige (Arbeitsmarkt-)Theorien behandelt. In einem zweiten Teil werden dann quantitative empirische Studien diskutiert. Die zuvor theoretisch erarbeiteten Mechanismen werden in diesen Studien insbesondere für Deutschland geprüft. Studierende lernen damit Theorien zu sozialen Ungleichheiten in Märkten besser kennen und sie vertiefen Kenntnisse zur Prüfbarkeit von Hypothesen anhand von quantitativen Forschungsdesigns.
Die Studierenden erwerben Kenntnisse zentraler soziologischer Theorien zu Geschlechterungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt und lernen, unterschiedliche Erklärungsmechanismen systematisch zu analysieren. Sie sind in der Lage, quantitative empirische Studien kritisch zu diskutieren und theoretische Hypothesen anhand einfacher quantitativer Forschungsdesigns zu prüfen und zu interpretieren.
Das Seminar kombiniert theoretischen Input mit empirischer Unterfütterung. Neben der Einführung in arbeitsmarktsoziologische Theorien und Konzepte werden die Studierenden durch eigenständige Literaturrecherche, Gruppenarbeit und Posterpräsentationen an eine wissenschaftliche Arbeitsweise herangeführt. Regelmäßige Diskussionen und Peer-Feedback begleiten den Lernprozess.
Wissenschaftliches Poster und schrifltiche Ausarbeitung der Ergebnisse
Abraham, M., & Hinz, T. (Eds.) (2018). Arbeitsmarktsoziologie: Probleme, Theorien, empirische Befunde. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Alle erforderlichen Materialien (z.B. Seminarliteratur, Seminarfolien, Bewertungskriterien, aktuelle Informationen) werden über Moodle bereitgestellt. Die Plattform wird während der Vorlesungszeit regelmäßig aktualisiert. Prüfungsleistungen: Gruppenposter zu einer empirischen Studie (50% der Modulnote) und ein Reflexionsbericht zu einem Learning aus dem Seminar (50% der Modulnote). Voraussetzungen zur Teilnahme: Keine. Erwünscht sind – neben der regelmäßigen aktiven Beteiligung – Methodengrundkenntnisse: Sie sollten etwa keine Scheu haben, (auch englischsprachige) Texte mit einfachen Regressionsanalysen zu diskutieren.
Keine
Die Veranstaltung ist als AW-Modul gemäß §7 ASPO anrechenbar.
Gesamtworkload 60h (Präsenzzeit 2 SWS / 20h, Eigenstudiumszeit 40h)