Global denken, regional verstehen: Einführung in die Wirtschaftsgeographie (NAC/IKK)

Ort:
Online
Wochentag:
Donnerstag
Zeit(en):
10:00 - 11:30
Rhythmus:
Wöchentlich
Lehrende:
Hardaker, Prof. Dr. Sina
Fachgebiet:
Anthropogeographie
Hauptthemengebiet:
Wirtschaft und Recht
Zusatzthemengebiet:
Gesellschaft und Politik
Zertifikat:
Hochschulzertifikat Nachhaltiges Denken, verantwortliches Handeln
Hochschulzertifikat Interkulturelle Kompetenz
Kompetenzprofil:
International##Nachhaltig##Unternehmerisch
Art der Veranstaltung:
Vorlesung
Prüfung:
Schriftliche Prüfung
Thematik:
Keine Region der Erde hat über die jüngere Geschichte hinweg eine kontinuierliche wirtschaftliche Entwicklung erlebt. Ökonomisches Wachstum verläuft weder gleichmäßig noch gleichzeitig an allen Orten, sondern ist zeitlich unbeständig, geographisch unterschiedlich ausgeprägt und aufgrund endlicher Ressourcen begrenzt. Der spezifische geographische Kontext prägt ökonomische Bedingungen und Lebenssituationen – und ist damit eine zentrale Quelle regionaler Ungleichheiten. Diese führen zu sehr unterschiedlichen Chancen gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklung. Natürliche Ressourcen, Arbeitskräfte und Arbeitsplätze, Wissen, Kapital und Konsument:innen sind dabei ungleich über den Raum verteilt. Die Wirtschaftsgeographie beschäftigt sich mit genau diesen räumlichen Differenzen: Warum entwickeln sich manche Regionen dynamisch, während andere stagnieren oder schrumpfen? Welche Rolle spielen geographische Kontexte, etwa beim Zugang zu Ressourcen, zur Bildung, zu Arbeitsplätzen oder Kapital? Und wie beeinflussen globale Märkte, politische Machtverhältnisse oder digitale Plattformen die wirtschaftliche Entwicklung auf lokaler Ebene? Die Vorlesung führt in zentrale Themenfelder der Wirtschaftsgeographie ein – darunter regionale Entwicklungsprozesse, Standortdynamiken, globale Produktionsnetzwerke, Konsumverhalten, Ressourcennutzung, Fragen von Umwelt und Nachhaltigkeit sowie Digitalisierung und Plattformökonomie. Dabei wird besonderes Augenmerk auf regionale Ungleichheiten, wirtschaftliche Machtasymmetrien und die Rolle geographischer Kontexte gelegt. „Global denken“ verweist auf die weltweiten wirtschaftlichen Verflechtungen, Produktionsketten, geopolitischen Abhängigkeiten und globalen Märkte – ein zentrales Thema in der Wirtschaftsgeographie . „Regional verstehen“ bringt zum Ausdruck, dass wirtschaftliche Prozesse nicht gleichförmig verlaufen, sondern räumlich differenziert sind.

Teilnehmende erwerben ein grundlegendes Verständnis wirtschaftsgeographischer Konzepte und können ökonomische Prozesse in ihrer räumlichen Dimension analysieren und kritisch reflektieren. Sie erkennen Ursachen regionaler Ungleichheiten, verstehen das Zusammenspiel globaler Märkte mit lokalen Entwicklungen und sind in der Lage, wirtschaftsgeographische Perspektiven auf aktuelle Herausforderungen wie Digitalisierung, Ressourcenverteilung und Nachhaltigkeit anzuwenden.

Vorlesung mit interaktiven Elementen wie Diskussionen, Selbstreflexion, kleinen Übungen, regelmäßigen Menti-Umfragen, Quizzen und kurzen Videobeiträgen, die zur aktiven Auseinandersetzung mit den Inhalten anregen.

Affolderbach, J. und Schulz, C. (2024) Wirtschaftsgeographie n der Nachhaltigkeit. UTB. Weitere Literatur wird in der Veranstaltung bekanntgegeben.

Im Verlauf der Vorlesung werden potenzielle Klausurfragen bearbeitet. Es wird vorab darauf hingewiesen, dass – soweit technisch und situativ möglich – davon ausgegangen wird, dass die Kamera während der Veranstaltung eingeschaltet ist. Dies trägt wesentlich zu einer lebendigen Lernatmosphäre und zum gemeinsamen Austausch bei. Sollten im Einzelfall Gründe dagegensprechen, ist das selbstverständlich in Ordnung.

Keine

Affolderbach, J. und Schulz, C. (2024) Wirtschaftsgeographien der Nachhaltigkeit. UTB.

Die Veranstaltung ist als AW-Modul gemäß §7 ASPO anrechenbar.

Gesamtworkload 60h (Präsenzzeit 2 SWS / 20h, Eigenstudiumszeit 40h)