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Musikalische Erzählungen

Unter dem Motto #epicschubert #epicbrahms erzählten die Hochschulensembles unter der Leitung von Prof. Matthias Stoffels musikalisch Geschichten (Foto: Johanna Weber)
Unter dem Motto #epicschubert #epicbrahms erzählten die Hochschulensembles unter der Leitung von Prof. Matthias Stoffels musikalisch Geschichten (Foto: Johanna Weber)

[19|06|2019]

Chor und Symphonieorchester der HM präsentierten in der St. Franziskus Kirche Werke von Schubert und Brahms

 

Das klare und reduzierte Ambiente der Kirche lenkte an diesem Abend nicht ab, sondern führte das Publikum direkt zum Wesentlichen – zu ausdrucksstarker Musik. Die für den ersten Teil des Konzertes ausgewählten Lieder Schuberts mit religiösem Bezug passten hervorragend in diese Umgebung. Sie nahmen die ZuhörerInnen durch den kraftvollen Gesang des Chores unter der Leitung von Prof. Matthias Stoffels mit in die musikalisch eindrucksvolle Gottgewalt. Diese zeigte sich aber auch lieblich und zart und fand in Schuberts „Hymne an den Unendlichen“ – nach einer Textvorlage von Friedrich Schiller – einen ersten Höhepunkt. Begleitet wurde der Chor von Susanna Klovsky, Pianoforte, die Partie des Solosoprans übernahm Anne Steffens.

 

Kraftvoll in sakralem Raum

Eine große Bandbreite der Emotionen spiegelte sich auch in Schuberts Vertonung von „Mirjams Siegesgesang“ aus der Feder von Franz Grillparzer wider. In diesem Text beschreibt er die Erlebnisse der Israeliten beim Auszug aus Ägypten. Man konnte regelrecht hören, wie sich Wellen zu großen Wänden aufbauten und jene letztendlich tosend über dem ägyptischen Heer zusammenstürzten und es darin begruben. Franz Schubert (1797-1828) hat sich bei diesen Werken religiöser Texte bedient, ohne selbst sehr religiös zu sein. Trotzdem schuf er ein beseeltes Loblied auf Gott und die Schöpfung. Passend dazu reiht sich an Schuberts Werke an diesem Abend die dritte Sinfonie von Johannes Brahms (1833-1897) mit ihrem starken Bezug zur Natur.

 

Tanzende Schmetterlinge und Sonnenstrahlen

Clara Schumann hatte wohl ungefähr solche Bilder beim ersten Hören der dritten Sinfonie von Johannes Brahms vor Augen. Sie fühlte sich „von Anfang bis zu Ende umfangen von dem geheimnisvollen Zauber des Waldlebens.“ Die Hörner setzten ein und das Orchester nahm das Publikum sofort wieder mit auf eine Reise. Und tatsächlich schien es, als ob man sich an diesem Abend in einem magischen Wald befände, in dem alles lebendig und idyllisch ist, alles tanzt, leicht und froh erscheint.

Solche Bilder und Erzählungen ließ die Musik von Chor und Symphonieorchester der HM an diesem Abend bei den Besucherinnen und Besuchern entstehen und regte deren Phantasie erzählerisch an – zauberhaft und schön oder wie im Motto des Abends enthalten, einfach „#epic“.

 

Weitere Informationen: Interessierte finden weitere Informationen auf den Webseiten der Musikensembles

 

 

Petra Wiese